Spatenstich für Mobilitätsforschung

Ministerpräsident Dr. Markus Söder bei Spatenstich für den Digitalbau der TH Ingolstadt

 

Ministerpräsident Dr. Markus Söder, MdL, hat am 27. Januar 2023 am Festakt zum Spatenstich für den Digitalbau der Technischen Hochschule Ingolstadt (THI) teilgenommen.

 

Das neue Gebäude auf dem Gelände der THI wird insgesamt 4.000 Quadratmeter Nutzfläche für Forschung an KI-basierter Mobilität sowie für Lehre und Verwaltung bieten. Neben Forschungs- und Lehrlaboren zu den Themen Autonomes Fahren, Unbemanntes Fliegen und Digitale Produktion entstehen Hörsäle und Seminarräume. Außerdem wird die Hochschulleitung und die Fakultät Informatik das Gebäude beziehen. Die Planung des Digitalbaus sieht 800 Quadratmeter Fassadenbegrünung, Photovoltaikanlage, Biodiversitätsdach und die Abwärmenutzung aus dem Serverraum vor, so dass er auch beim Thema Nachhaltigkeit punkten kann.

 

In seiner Festansprache bedankte sich Ministerpräsident Dr. Markus Söder, MdL bei den Beteiligten: "Mit rund 80 Mio. Euro schaffen wir einen Meilenstein für die Region und den KI-Mobilitätsknoten Bayern. Hier wird Mobilität vorausgedacht. Digitalisierung und KI sind die Dampfmaschine von morgen. Die Hightech Agenda Bayern ist internationale Spitze. Mit unserer Transformationsstrategie investieren wir 3,5 Mrd. Euro und schaffen den Sprung in die Zukunft. So entwickeln wir Wohlstand und Arbeitsplätze von morgen. Dank an alle Beteiligten!"

 

WipflerPLAN ist Teil der Planungsgemeinschaft Digitalgebäude TH Ingolstadt (PDI), die mit der Generalplanung des Gebäudes beauftragt ist. Der Planungsgruppe bestehend aus gmp International GmbH aus Hamburg, Lindschulte aus Krefeld und Sailer Stepan Partner aus München wurde 2021 im Rahmen eines VgV-Verfahrens der Zuschlag erteilt. WipflerPLAN verantwortet in der Gruppe die Planung der Ingenieurbauwerke für die Infrastruktur des Gebäudes (Sparten, Verkehrsanlagen).

 

Wir freuen uns sehr, als regionaler Umweltgestalter und Infrastrukturentwickler Teil dieses Projektes zu sein und mit unserer Expertise einen Beitrag zur optimalen Funktion des Gebäudes leisten zu können.

 

 

 

 


Konsequente Fortführung des Wasserstrukturkonzepts

Nach dem Hochbehälter nun die Trinkwasserleitungen

 

Bestehende Wasserfassung kann aufgegeben werden

 

Nach der Fertigstellung des Trinkwasser-Hochbehälters Jägerhaus im Jahr 2021, geht die Gemeinde Rot an der Rot in Baden-Württemberg den eingeschlagenen Weg zur Erneuerung und Neustrukturierung des Trinkwassernetzes weiter.

 

Die Wasserfassung im Ortsteil Ellwangen muss eingestellt werden, da das Wasserschutzgebiet nicht länger aufrecht erhalten bleiben kann. Der von WipflerPLAN überarbeitete Masterplan sah deshalb die Versorgung des Gebiets über einen neuen Hochbehälter vor.

 

Nachdem der am Waldrand stehende Hochbehälter, der aus zwei Edelstahltanks besteht, die in einem Holzbau untergebracht sind, erfolgreich in Betrieb ging, wurde auch der Versorgungsbereich Ellwangen an den Hochbehälter angeschlossen.

 

WipflerPLAN erarbeitete zunächst verschiedene Trassenvorschläge, die wiederum einer Wirtschaftlichkeitsbetrachtung unterzogen wurden. Ergebnis: die sogenannte Nordtrasse über Spindelwag ist die sinnvollste Lösung.

 

 

Umsetzung in sieben Bauabschnitten

 

In sieben Bauabschnitten erfolgte die Umsetzung des Anschlusses mit Rohrleitungen der Größenordnungen zwischen DA 125 bis DA 250. So wurden insgesamt über 8.000 m PE-HD Rohre eingespült, im Fräsverfahren oder in offener Bauweise verlegt, Schächte und Schieber gesetzt sowie die Hausanschlüsse erneuert. Befestigte und unbefestigte Oberflächen mussten aufgebrochen und wieder sachgerecht verfüllt werden.

 

Schließlich war noch das Pumpwerk in Ellwangen umzubauen, um Platz für den erforderlichen Druckausgleichsbehälter zu schaffen.

 

 

 

Geförderte Herstellung der Versorgungssicherheit

 

Das Land Baden-Württemberg fördert die Maßnahme zur Sicherstellung der Versorgung der Bürgerinnen und Bürger der 5000 Einwohner zählenden Flächengemeinde. Die Investitionen wären ohne die Landesmittel für Gemeinde Rot an der Rot nicht finanzierbar.

 

Spezialisten für jede Projektphase

 

Die Spezialisten von WipflerPLAN sind vom ersten bis zum letzten Tag am Projekt beteiligt. Von der hydraulischen Berechnung des Leitungsnetzes über die Vor-, Entwurfs- und Ausführungsplanung der Trassen bis hin zur Bauüberwachung liefern wir Generalplanungen inklusive der einzelnen Fachplanungen.

 

 

Projektzeitplan

Planung: März 2019 bis Juli 2020

Realisierung: August 2020 bis Juli 2023

 


Geschäftsbereich Architektur

Ursl Burkart übergibt Geschäftsbereichsleitung an Ursula Pfaffermayr

Geschäftsführerin Ursula Burkart (li.) übergibt den WipflerPLAN-Geschäftsbereich Architektur an Ursula Pfaffermayr (re.). Mitte: Geschäftsführer Wilhelm Wipfler / Foto: WipflerPLAN

 

Regionale Umweltgestaltung steht bei WipflerPLAN auch im Geschäftsbereich Architektur über allen Projekten. Unter der Leitung von Ursl Burkart wuchs der Geschäftsbereich Architektur auf 25 Architekt*innen, Stadtplaner*innen und Landschaftsarchitekt*innen an. Das Portfolio ist breit gefächert, von städtebaulichen Entwürfen, Rahmenplänen, allen Bereichen der Bauleitplanung, sämtlichen Themen der Landschaftsplanung bis zu den Objekt- und Freiraumplanungen – vorwiegend für Wohnungs-, Bildungs- und Infrastrukturbauten.

 

Durch die enge Zusammenarbeit mit den Ingenieur*innen aus den Geschäftsbereichen Umwelt und Infrastruktur schafft WipflerPLAN nicht nur ganzheitliche Lösungen, sondern ist für die Gemeinden erster Ansprechpartner bei Themen der kommunalen Entwicklung. Von Pfaffenhofen und München aus unterstützt der Geschäftsbereich Architektur die Kolleg*innen auch an den übrigen Standorten im Allgäu, Donauries und Franken bei der Entwicklung und Gestaltung von regionalen Lösungen.

 

Ab 1.1.2023 übernimmt Ursula Pfaffermayr als Geschäftsbereichsleiterin die Verantwortung für den Geschäftsbereich Architektur

Ursula Pfaffermayr, geboren 1968 in Linz, hat an der Technischen Universität Wien Architektur studiert. Schon damals zeichnet sich besonderes Interesse für Wohnbau und die damit eng verbundene Stadtplanung ab. Mit dem Forschungsprojekt über Stadtentwicklung im Zusammenhang mit der EXPO 92 in Sevilla begann die Reise durch verschiedene Kulturen Europas. Es folgten Tätigkeiten in Architekturbüros in London und Stockholm. Von städtebaulichen Entwürfen, Planungen von Wohnbauten bis hin zu einer Kläranlage im Norden Schwedens reichen die Erfahrungen. Eines der Schlüsselprojekte war die Mitwirkung an der Umsetzung des Masterplans für die Seestadt Aspern in Wien bei Tovatt Architects & Planners (nunmehr: Sweco).

 

Nach knapp drei Jahren bei Hirner und Riehl Architekten in München übernahm Ursula Pfaffermayr im Mai 2020 das Team Stadtplanung bei WipflerPLAN. Breitgefächerte Erfahrung, Freude an Gestaltung und Teamgeist kann Ursula Pfaffermayr bei WipflerPLAN sehr gut einsetzen. Mit dem 2. Platz beim Wettbewerb Auenquartier in Pfaffenhofen gelang ein guter Start.

 

Ursl Burkart wird sich weiterhin als Geschäftsführerin und Teamleiterin Stadtplanung bei WipflerPLAN engagieren.

 

> Kontakt


Nachhaltigkeit im Fokus

Schritt für Schritt zu mehr Umweltschutz

 

Mit Kreativität, Wissen und Weitblick entwickeln wir innovative, ganzheitliche Planungen für die gebaute Umwelt und übernehmen Verantwortung für die nachhaltige Entwicklung der lebenswichtigen baulichen Infrastruktur in der Region, in der wir selbst leben: So steht es in unserer Unternehmensvorstellung.

 

Wir haben uns vorgenommen auch in den internen Abläufen nachhaltiger zu werden und damit einen kleinen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten. Unsere 2020 ins Leben gerufene, unternehmensweite Initiative Nachhaltigkeit hat sich zum Ziel gesetzt in regelmäßigen Abständen kleine Projekte auf dem Weg zum papierlosen Büro oder für umweltbewussteres Handeln umzusetzen.

Die nachhaltigen Ideen werden dabei von den Mitarbeiter*innen der WipflerPLAN Fachteams ausgearbeitet und vorgeschlagen. Der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt. Nach der erfolgreichen Umsetzung eines Vorschlags, wird ein neues Ideenteam ausgelost: egal ob groß oder klein, jede Idee kann einen Beitrag für ein nachhaltigeres Handeln liefern.

 

Seit dem Start der internen Initiative konnten wir beispielsweise folgende Maßnahmen umsetzen:

  • Standortübergreifendes Müllkonzept: Die Mülltrennung beginnt jetzt direkt am Arbeitsplatz.
  • Bezug von nachhaltigen Büromaterialien: wir radieren zum Beispiel mit Naturkautschuk.
  • Unser Trinkwasser kommt aus der Leitung: Mitarbeiter*innen erhalten eine personalisierte Glaskaraffe. Damit reduzieren wir die Verwendung von Glasflaschen.

 

Seit 2021 betreiben wir zudem eine Photovoltaik-Anlage auf einem unserer Gebäude in Pfaffenhofen und unsere Fahrzeugflotte weist inzwischen mehr als 20 Elektrofahrzeuge auf. Unser Betriebsgelände in Pfaffenhofen haben unsere Landschaftsarchitekten als blühenden Campus gestaltet. Die bienenfreundliche Gestaltung führte zur Auszeichnung zum Blühenden Betrieb des Bayerischen Umweltministeriums

 

Schritt für Schritt zu mehr Nachhaltigkeit und Umweltschutz.


In großen Dimensionen

Bauwerksprüfung, Vermessung und statische Nachrechnungen

 

Seit in den 60er-Jahren der Trinkwasserverbrauch des Fränkischen Wirtschaftsraums um Erlangen, Fürth und Nürnberg die eigenen Wasservorkommen überstiegen hat, ist es Aufgabe des Zweckverbands Wasserversorgung Fränkischer Wirtschaftsraum (WFW), Grundwasser aus dem Mündungsgebiet des Lechs nach Franken zu leiten. Der WFW beliefert insgesamt 16 Stadtwerke, Trinkwasserzweckbände und andere Versorger langfristig mit Trinkwasser – u.a. die N-ERGIE Aktiengesellschaft in Nürnberg und die Bayerische Rieswasserversorgung (BRW). Wir freuen uns, mit unseren Ingenieurleistungen den zweitgrößten Wasserversorger Bayerns unterstützen zu dürfen.

 

 

Ingenieurleistungen für den zweitgrößten Wasserversorger Bayerns

Die N-ERGIE und der WFW schätzen die umfangreichen Ingenieurleistungen die WipflerPLAN in Fachplaner-Qualität unter einem Dach vereint. Die zertifizierten Bauwerksprüfingenieure begutachten regelmäßig die Hochbehälter Graisbach und Krottenbach, sowie die Wasserwerke Genderkingen und Ranna Im Zusammenhang mit den Prüfungen führte WipflerPLAN auch die statische Nachrechnung unterschiedlicher Gebäudeteile im Wasserwerk Genderkingen durch. Unser Vermessungsteam erstellte 3D-Laserscans der Bauwerke von Horizontalfilterbrunnen sowie der Schieberkammer des Hochbehälters Graisbach und fertigte daraus exakte digitale Bestandspläne und 3D-Modelle an.

 

Der Hochbehälter Krottenbach des Zweckverbands Wasserversorgung Fränkischer Wirtschaftsraum (WFW) / N-ERGIE

Das Wasser für den 1972 errichteten Hochbehälter wird über Horizontalfilterbrunnen im Lech-Donau-Mündungsgebiet entnommen und im Wasserwerk Genderkingen durch Belüftung und Filtration aufbereitet. Die drei Horizontalfilterbrunnen sind nur 12 m tief und fördern in Spitzenzeiten bis zu 2.300 l/s Wasser. Zum Vergleich: In anderen nordbayerischen Gemeinden gibt z.B. ein 130 m tiefer gelegener Brunnen gerade einmal 2 l/s her. Das verdeutlicht, wie bedeutsam die Fernwasserversorgung vom wasserreicheren Süden in den trockeneren Norden ist. Das aufbereitete Wasser wird in den Hochbehälter Graisbach gepumpt, von wo aus es über eine 100 km lange Fernleitung nach Norden in Richtung Nürnberg/Erlangen fließt.

 

 

Die Bauwerksprüfung macht’s möglich: Eine besondere Exkursion in leere Wasserkammer

Die Bauwerksprüfung von Hochbehältern ist für den Trinkwasserversorger eine organisatorische Herausforderung. Die zu prüfende Wasserkammer – in Krottenbach weist eine Kammer ein Volumen von gigantischen 30.000 m³ auf – muss entleert, der Betrieb mit halbem Volumen aufrechterhalten werden. Vor Wiederinbetriebnahme ist die Kammer zu hygienisieren und schließlich erneut zu befüllen. Unseren beiden Bauwerksprüfingenieuren steht deshalb nur jeweils ein Tag zur Prüfung der beiden Wasserkammern des Hochbehälters gemäß den Richtlinien der VDI 6200 zur Verfügung.

 

Zum Abschluss des Projektes nutzten die Trinkwasser-Expert*innen von WipflerPLAN die besondere Gelegenheit, eine Wasserkammer des Behälters zu besichtigen. Wegen des außerordentlichen Speichervolumens ein beeindruckendes Erlebnis!

 

> Kontakt


Infrastrukturerhaltung

Infrastrukturmanagement in Jetzendorf

Datenquelle: © basemap.de / BKG 12-2022

 

Viele Kommunen stehen vor den gleichen Herausforderungen: Die bauliche Infrastruktur erfordert regelmäßige Investitionen, um Funktion und Wert zu erhalten. Um die zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel effizient einzusetzen, fehlen den Verantwortlichen jedoch häufig die Grundlagen für nachhaltige Entscheidungen. Denn diese können nur sinnvoll getroffen werden, wenn hierbei Kanäle, Wasserleitungen, Straßen und weitere Sparten gemeinsam betrachtet werden.

 

Die Gemeinde Jetzendorf im Landkreis Pfaffenhofen a. d. Ilm wollte dieser Unsicherheit ein Ende setzen und beauftragte WipflerPLAN mit der Aufstellung eines Masterplans zur abgestimmten Infrastrukturerhaltung (Kanal, Wasser, Straßen) inklusive der Umsetzung von aufeinander abgestimmten Sanierungspaketen unter Berücksichtigung der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel.

 

Die Basis für den Masterplan bilden ein auf aktueller TV-Befahrung beruhendes Kanalsanierungskonzept, ein Straßensanierungskonzept auf Grundlage einer Befahrung durch eine Spezialfirma und das aus aktueller Bestandsvermessung erstellte Kanal- und Wasserleitungskataster. Zusätzlich wurde der Breitband-Masterplan hinterlegt.

 

„Alle ermittelten Daten werden überlagert und miteinander verschnitten, also gemeinsam bewertet“, so Reinhard Bauer, der als Niederlassungsleiter in Pfaffenhofen das Projekt verantwortet, „dadurch erhält man eine Gesamtschau notwendiger aufeinander abgestimmter Sanierungsmaßnahmen inklusive einer Kostenschätzung.“ Hieraus werden in Abstimmung mit dem gemeindlichen Haushalt priorisierte Infrastrukturerhaltungs- und -entwicklungspakete geschnürt, die Stück für Stück umgesetzt werden können.

 

Vorteile der vorausschauenden Sanierungsplanung sind neben einem planbaren Haushalt v.a. der effektive Mitteleinsatz für die abgestimmte Erhaltung lebenswichtiger Infrastruktur. Kostenintensive Notfall-Maßnahmen werden vermieden. Die ersten Bauabschnitte des Masterplans sind bereits umgesetzt. Weitere sind in den Haushalten der nächsten Jahre enthalten.

 

Die wesentlichen Projektdaten:

 

Datenerfassung für den Masterplan zur Infrastrukturerhaltung:

  • Befahrenes Straßennetz: 24,8 km
  • Trinkwassernetz: 39,4 km
  • Kanalnetz: 10.500 m Hauptkanal, 7.000 m Anschlussleitungen, 345 Schächte im Hauptkanal

Umgesetzte Projekte aus dem Masterplan zur Infrastrukturerhaltung:

  • Ausbau von ca. 2.000 m innerörtlicher Erschließungsstraßen (BA I + II) mit Anbindungen an Kreisstraße
  • Partielle Umsetzung des Breitbandausbaus und von Fernwärmeleitungen
  • Geförderte Maßnahme eines Straßenabschnitts mit Oberbauverstärkung und barrierefreiem Ausbau des Gehwegs
  • Kanalsanierung: 1.800 m Renovation DN 150 – DN 500, 3.000 m partielle Sanierungen mit Roboter, eingesetzte Verfahren: Roboter, Schlauchliner, Schachtsanierung, Kurzschläuche

 

> Kontakt


 

Reihenhausanlage in Pfaffenhofen

Hanglage optimal genutzt

 

Am südöstlichen Stadtrand der Stadt entsteht durch die Erschließung eines 14 ha großen Gebietes ein neues Stadtviertel von Pfaffenhofen mit 118 Parzellen für Ein- und Mehrfamilienhäuser. Die von WipflerPLAN erstellte Erschließungsplanung für das hangige Gelände inklusive Anbindung der Moosburgerstraße über einen Kreisverkehr und eine Linksabbiegespur wurde von unseren Spezialisten*innen der Bauüberwachung realisiert.

 

Südlich der Haupterschließungsstraße soll eine Reihenhausanlage mit neun Hauseinheiten entstehen. Im Auftrag einer Wohnungsbaugesellschaft entwickelten die Architekten*innen von WipflerPLAN attraktive Baukörper und Grundrisse für den Standort.

 

Entsprechend dem Geländeverlauf sind die Hanghäuser in Dreiergruppen höhenmäßig gestaffelt und mit einem Gründach ausgeführt. Zur Straße sieht der Bebauungsplan eine Aufreihung von Garagen und Stellplätzen vor. Diese sind durch eine durchgehende Konstruktion zusammengefasst und bieten den dahinter situierten Vorgärten Privatheit. Durch Rücksprünge im Eingangs- und Treppenbereich der einzelnen Häuser sowie durch Höhenversätze der Attika und vorspringenden Erkern erfährt die Reihenhauszeile eine lebendig strukturierte Fassade. Holzfenster sowie Alu-Glas-Fassadenelementen harmonieren mit strukturierten, hellgrauen Putzoberflächen.

 

 

Die Zugänge der Einheiten befinden sich im Untergeschoss. Hier ist neben Kellerräumen eine Büroeinheit untergebracht. Das Erdgeschoss ist das Wohngeschoss und bietet Platz für einen großzügigen Wohn- Essbereich mit offener Küche. Niveaugleich schließt sich im Süden die Terrasse und der Gartenbereich an. Die offene, einläufige Treppe führt in das privatere Obergeschoss, in dem drei Schlafräume mit Bad vorgesehen sind.

 

 

Die Projektdaten:

Bruttorauminhalt: 8.110 m³
Geschossfläche: 2.557 m²
Wohnfläche je Einheit: ​​ca. 200 m²
Zeitraum Planung: 12/2020 – 06/2021
Ausführung: 10/2021 – 03/2023
Unsere Leistung: Objektplanung Gebäude und Innenräume LPH 1 – 4

 

Die strukturierte Fassade der Reihenhäuser

 

Das Baugebiet Pfaffelleiten – Straßenplan © WipflerPLAN

 

> Kontakt


 

Zukunftsfähige Bauleit- und Erschließungsplanung für Elsendorf

Baulandentwicklung im ländlichen Raum: Alles aus einem Guß.

 

Die Baulandentwicklung im ländlichen Raum steht vor den gleichen Herausforderungen wie die im städtischen Umfeld. Der Siedlungsdruck ist hoch, die Notwendigkeit Flächen sorgsam umzunutzen auch. Die Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum ohne Eigentumserwerb oder Eigenheimbau ist schon lange kein Trend mehr, sondern nachhaltig vorhanden. Der Gemeinde Elsendorf im Landkreis Kelheim mitten in der Hallertau gelegen, stand ein etwa 4,3 ha großes, am nördlichen Ortsrand gelegenes, hangiges Areal zur Entwicklung zur Verfügung. Gemeinsam mit den Stadtplanern und Architekten von WipflerPLAN wurden das Entwicklungsziel wie folgt formuliert: „Erstellung eines Bebauungsplans für ein Wohnquartier mit am ländlichen Raum orientierten Gebäudestrukturen. Flächensensible Berücksichtigung von Geschoßwohnungsbau und Grundstücken für Einfamilienhäuser“. WipflerPLAN entwickelte unter Nutzung der Hanglage ein Strukturkonzept mit einem zentral im Gebiet verorteten Geschoßwohnungsbau mit Tiefgarage. Das von unseren Wasserwirtschafts-ingenieuren parallel mit erarbeitete Entwässerungskonzept sieht Zisternen für jedes Grundstück vor. Damit wird allen Eigentümern die Verwendung von Regenwasser zur Flächenbewässerung oder Brauchwassernutzung ermöglicht.

 

Städtebauliches Konzept – Geschoßwohnungsbau – Auszug - Schnitt

 

Der Bebauungsplan sieht weitgehend eine 2-geschoßige Bauweise mit Satteldächern vor, um zeitgemäße energetisch optimierte Bauweisen zu fördern. Die Gemeinde beauftragte WipflerPLAN mit der Ausarbeitung eines städtebaulichen Konzepts, um die Gestaltung der Gebäude des Freiraumes und der Parksituation entsprechend festsetzen zu können.

 

Bebauungsplan und Pflanzplan Nördlich Schulgelände in Elsendorf

 

In den Umgriff einbezogen, ist die südlich am Baugebiet vorbeiführende Weingartnerstraße, die im Zuge der Erschließungsmaßnahme neugestaltet wurde. Über eine Querungsstelle, die an den Fußweg in die neue Siedlung anbindet, konnte eine sichere Anbindung zum südlich gelegenen Schulgelände geschaffen werden. Um die Versickerung des Regenwassers zu fördern, wurde unter den Pflasterflächen spezieller Drainasphalt eingebaut.

 

„Versickerungstest“ am eingebauten Drainasphalt

 

Die Erschließungsplanung wurde parallel zur Bauleitplanung von WipflerPLAN erarbeitet und in den Festlegungen entsprechend berücksichtigt. Sie umfasst neben den Verkehrsanlagen, die Entwässerung und die Ableitung des Abwassers. Die Realisierung der Trinkwasserleitungen sowie eine Fernwärmeleitung, die das Baugebiet und die bestehende Schule mit Wärme aus einer zentralen Hackschnitzelheizung versorgt, betreuten unsere Bauüberwacher genauso, wie die Spartenkoordination für Strom, Fernmeldetechnik und die Straßenbeleuchtung. Unsere Landschaftsarchitekten gestalteten in enger Absprache mit der Unteren Naturschutzbehörde etwa 8.500 m² Ausgleichs- und 2.000 m² Grünflächen zur Ein- und Durchgrünung des Quartiers.

 

Folgende Leistungen hat WipflerPLAN für die Gemeinde Elsendorf erbracht:

  • Bebauungsplan mit integrierter Grünordnung
  • Strukturkonzept zum Geschoßwohnungsbau
  • Objektplanung Freianlagen
  • Objektplanung Verkehrsanlagen
  • Fachplanung Tragwerksplanung für Stützmauer
  • Objektplanung Ingenieurbauwerke der technischen Erschließung,
  • Planungsbegleitende und Bauvermessung
  • Örtliche Bauüberwachung, Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordinator
  • Spartenkoordination einschl. Trassenvorschläge
  • Wasserrechtsantrag für das Baugebiet und alle weiteren Regenwassereinleitungen östlich der Abens in Elsendorf
  • Erschließungsträger

 

Zeitplan:

  • Bebauungsplan und Erschließungsplanung 10/2017 bis 05/2021
  • Realisierung 06/2021 bis 07/2022

> Kontakt


 

Sanierung oder Neubau?

Zustandsbewertung und Variantenuntersuchung der Brücke über den Bergelshofer Steig in Nabburg gibt Aufschluss

 

Die Stahlbeton-Brücke des Baujahrs 1965 dient der Überführung über den Bergelshofer Steig sowie als wichtige Zufahrt zur Bereitschaftspolizei und dem THW in Nabburg. Für die schon augenscheinlich stark sanierungsbedürftige Brücke erhielt WipflerPLAN vom Staatlichen Bauamt Amberg-Sulzbach den Auftrag, ein Sanierungskonzept zu erarbeiten und den Kosten einer Neuerrichtung gegenüberzustellen.

 

Brückendaten:

  • Bauweise: Stahlbeton Rahmenbauwerk
  • Lichte Weite zwischen den Widerlagern: ca. 4,50m
  • Gesamtlänge: ca. 20m (Kappenlänge) / Gesamtbreite ca. 8,30m

 

 

Leistungen WipflerPLAN:

  • Bestandsvermessung
  • Bauwerksprüfung nach DIN1076
  • Statische Untersuchung
  • Erstellung Sanierungskonzept
  • Variantenuntersuchung Ersatzneubau

 

Die Bestandsvermessung wurde vom WipflerPLAN Team Vermessung nach klassischer Methode mit Tachymeter durchgeführt. Eine Aufnahme mit 3D-Laserscan war aufgrund starken Bewuchses nicht möglich. Der daraus entwickelte Bestandsplan stellt die Grundlage für die statische Nachrechnung, die Fortführung des Bauwerksbuchs und die Variantenuntersuchung dar.

 

 

Im Rahmen der Bauwerksprüfung führten unsere Prüfingenieure folgende Leistungen durch:

  • Betontechnologische Substanzuntersuchung am Bauwerk: Druckfestigkeit am Bohrkern, Chloride, Karbonatisierungstiefe, Bewehrungsgehalt im Brückenüberbau
  • Beprobung von Baustoffen hinsichtlich Schadstoffe (z. B. Bauwerksabdichtung, Asphalt)
  • Erkundung von Bewehrungslagen für die statische Nachberechnung

 

Bauwerksprüfung und Statik ergaben, dass die Bausubstanz des Ingenieurbauwerks noch in gutem Zustand und damit die Brücke grundsätzlich sanierbar ist. Zum Vergleich erstellten die Ingenieur*innen eine Variantenuntersuchung zum Ersatzneubau. Unter Berücksichtigung der notwendigen bauzeitliche Unmfahrung wurden verschiedene Bauarten und Bauweisen untersucht. Dem Auftraggeber liegt damit eine detaillierte Grundlage vor, um über Neubau oder Sanierung entscheiden zu können.

 

> Kontakt


 

Planungsbegleitende Vermessung

für den 4-spurigen Ausbau der B471
zwischen FFB-Ost und Geiselbullach

 

Ziel

Im Auftrag des Staatlichen Bauamts Freising waren die Planungsgrundlagen für den 4-spurigen Ausbau der B471 zu erstellen. Dafür hat WipflerPLAN zwischen März und Juni 2022 den Bestand auf 8 km Bundesstraße inkl. der umliegenden Bereiche vermessen - wegen hohen Verkehrsaufkommens erreichte Mobile Mapping als Vermessungstechnik dabei die größte Flexibilität.

 

 

Wesentliche Projektdaten

  • Vermessungsumgriff: 105 ha
  • 6 Brückenbauwerke / 3 Lärmschutzwände / 900 Bäume / 10.000 Punktobjekte /100 km Linienobjekte
  • Markierung und Einmessung von Passpunkten in Abständen von 200 m
  • Befahrung mit mobilem Laserscanner Trimble MX-9
  • Erzeugung Punktwolke (300 GB Rohdaten) mit ca. 5 Mrd. Laserscan-Punkten
  • Klassifizierung, Segmentierung und Filterung der Punktwolke
  • CAD-Erfassung des Bestands aus den 3D-Laserscandaten
  • Erstellung digitaler Geländemodelle für Gelände und Bauwerke
  • Verifizierung und Ergänzung durch konventionelle Vermessung vor Ort
  • Datenübergabe im dwg-, dxf-, pdf-, LandXML- und icd-Format

 

Unsere Leistung

Aus den aufgenommenen Daten der 3D-Punktwolke wurden bedarfsgerechte Lagepläne und ein digitales Geländemodell erzeugt.

 

> Kontakt


 

Gemeinde Oberding schafft Platz für Fußgänger

Ersatzneubau der Brücke über die Dorfen

 

Im Zuge des Straßenausbaus der Moosstraße wird das bestehende, baufällige Brückenbauwerk durch einen Ersatzneubau ersetzt. Die neue Rahmenbrücke aus Beton mit 10,3 m Spannweite und Bohrpfahl-gründung erweitert die Verkehrsräume insbesondere für Fußgänger - unter anderem durch einen optimierten Brückenquerschnitt, der die Geländer außenliegend anordnet. Während der Planung wurde alternativ zum Standard Füllstabgeländer auch ein gestalterisches Brückengeländer (siehe unten) entworfen. WipflerPLAN übernahm im Zeitraum 2020 - 2022 neben der Objektplanung Ingenieur-
bauwerke auch die Vermessung, Tragwerksplanung und örtliche Bauüber-
wachung:

  • Nutzung von Halbfertigteilen zur Optimierung des Bauablaufs
  • Führung der Sparten (inkl. Fernwärme) in den Brückenkappen
  • Berücksichtigung des dauerhaften Betriebs des Dorfenkanals und Abstimmung mit dem Energieversorger

 

> Kontakt


 

Nachhaltiges Abwasserkonzept für
die Gemeinde Karlskron

Staatlich geförderte Neustrukturierung der Abwasserentsorgung

Übersichtskarte Gemeinde Karlskron aus dem Abwasserkonzept

 

Die Ausgangssituation

Die Gemeinde Kalrskron betreibt am Hauptort eine Vakuumentwässerung, die das Abwasser zur Kläranlage mit 4.500 EW transportiert. Die Ortsteile Pobenhausen, Adelshausen und Aschelsried entwässern jeweils im Mischsystem in drei kleine Teichkläranlagen. Die Abwasseranlage des Gemeindegebiets erstreckt sich dabei über zwei rechtlich getrennte Entwässerungseinrichtungen.

 

Handlungsbedarf für die Gemeinde, denn die Neubeantragung der Wasserrechte stand an. Klar war, dass die Erteilung neuer Wasserrechte Sanierungs- und Erweiterungsmaßnahmen an der Abwasseranlage erforderlich machen.

 

Die Verantwortlichen der Gemeinde wollten aber kein Stückwerk. Die erforderlichen Investitionen sollten auf Grundlage fundierter Untersuchungen getätigt werden. Es sollte eine zukunftsfähige, nachhaltige und wirtschaftliche Lösung für die Neustrukturierung der Ableitung und –reinigung des Abwassers aus dem Gemeindegebiet Karlskron entwickelt werden.

 

Fundierte ganzheitliche Grundlagenermittlung von WipflerPLAN

Das WipflerPLAN Team aus Spezialisten für Kanalnetze und Kläranlagen, Vermessern und Fachleuten für den Natur- und Artenschutz erarbeiteten auf Basis detaillierter Grundlagenerhebungen ein Abwasserkonzept unter Betrachtung verschiedener Überleitungsalternativen sowie Erweiterung und Ertüchtigung von Kläranlagen.

 

Die Studie ergab, dass die Errichtung von Pumpwerken anstelle der bestehenden Ortsteilkläranlagen und Bau von Druckleitungen zur Überleitung des Abwassers nach Karlskron die gesamtwirtschaftlich günstigste Variante darstellt. Die Teiche können dabei zur Mischwasserbehandlung umgebaut werden. Die Kläranlage im Hauptort wird zur zentralen Abwasserreinigungsanlage der Gemeinde erweitert. Notwendig wird gleichzeitig die rechtliche Zusammenlegung der beiden Entwässerungseinrichtungen.

 

Das Abwasserbeseitigungskonzept – Gewässerschutz im Fokus

Deutlich erhöhter Gewässerschutz der Vorfluter der drei Kläranlagen, zentrale Schlammbehandlung, Verbesserung der Betriebssicherheit und Erweiterungsmöglichkeit für zukünftige Entwicklungen: das waren die Fakten, die den Marktgemeinderat überzeugten, das erstellte Abwasserbeseitigungskonzept umzusetzen.

 

WipflerPLAN konnte auch im nachfolgend durchgeführtem EU-weiten Vergabeverfahren überzeugen und erhielt den Auftrag als Generalplaner die umfangreichen Maßnahmen zu planen und zu realisieren.

 

Die Maßnahmen im Einzelnen

 

Das Abwasserbeseitigungskonzept – Gewässerschutz im Fokus

  • Neubau einer Vakuumpumpstation in Karlskron mit 1.400 m Vakuumleitung und 750 m Druckleitung.
  • Neubau einer Abwasserpumpstation in Adelshausen (650 EW) mit 4.500 m Druckleitung, einem Regenüberlaufbecken inkl. Rückbau und Renaturierung der bestehenden Teichkläranlage.
  • Neubau einer Abwasserpumpstation in Pobenhausen (960 EW) mit 2.200 m Druckleitung und einem Stauraumkanal.
  • Neubau einer Abwasserpumpstation in Aschelsried (280 EW) mit 1.700 m Druckleitung, einem Regenüberlaufbecken inkl. Rückbau und Renaturierung der bestehenden Kläranlage.
  • Landschaftspflegerischer Begleitplan inkl. Eingriffsermittlung zu v.g. Maßnahmen.

 

Abwasserreinigung

  • Modernisierung und Erweiterung der Kläranlage von 4.500 EW auf 7.500 EW, durch Verfahrensumstellung von intermittierender auf vorgeschaltete Denitrifikation
  • Neubau eines Rechengebäudes mit Rechen-Sandfang-Kompaktanlage
  • Umnutzung des bestehenden Nachklärbeckens als Denitrifikationsbecken
  • Neubau eines vertikal durchströmten Nachklärbeckens
  • Neubau einer Maschinenhalle mit stationärer Klärschlammentwässerung
  • Auftriebssicherung bestehender Becken und Bauwerke
  • Sanierung des bestehenden Betriebsgebäudes
  • Energetische Optimierung der Kläranlage durch PV und Abwasser-Wärmenutzung

 

Organisatorisches

  • Geschoßflächenermittlung zur Vorbereitung der Beitrags- und Gebührenberechnung und rechtlichen Zusammenlegung der beiden Entwässerungseinrichtungen mit Einführung der getrennten Abwassergebühr

3D-Konzept zur Erweiterung der Kläranlage Karlskron

 

Die Vorteile für die Gemeinde Karlskron auf einen Blick

  • Kostenoptimierung durch schnittstellenfreien Abgleich der Planungen im Kanalnetz und der Kläranlage
  • Verbesserter Gewässerschutz durch Ersatz der Teichkläranlagen Hög/Dörfl und Ronnweg durch eine zentrale Abwasserreinigung in moderner, gut regelbarer und robuster Kläranlage
  • Entfall der aufwändigen Schlammentsorgung aus den Teichkläranlagen
  • Betriebskostenoptimierung durch hohe Flexibilität bei der Schlammentsorgung durch stationäre Schlammentwässerung mit Lagermöglichkeit.
  • Energieoptimierte Maschinentechnik auf der Kläranlage und Nutzung regenerativer Energien
  • Schnittstellenfreie Abstimmungen im Zuge der Genehmigung insbesondere im Bereich des Natur- und Artenschutzes
  • Förderungsmöglichkeit der Überleitungen nach RZWas 2021 / Förderung von Teilmaßnahmen auf der Kläranlage und Maßnahmen im Vakuumsystem Karlskron nach Kommunal-RL und KommKlimaFör

 

Unsere Leistungen zur Erstellung und Umsetzung des Abwasserbeseitigungskonzepts

Machbarkeitsstudie mit Wirtschaftlichkeitsberechnung Generalplanung mit:

  • Ingenieurvermessung
  • Geotechnik und Begleitung von Gutachten
  • Objektplanung Ingenieurbauwerke, LPH 1-9
  • Fachplanung Technische Ausrüstung, LPH 1-9
  • Fachplanung Tragwerksplanung, LPH 1-6
  • Objektplanung Freianlagen, LPH 1-9
  • Umweltverträglichkeitsprüfung
  • Artenschutzrechtliche Prüfung
  • Landschaftspflegerische Begleitplanung
  • Wasserrechtsantrag
  • Digitales Kataster (GIS)
  • Örtliche Bauüberwachung
  • Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordinator (SiGeKo)
  • Begleitung der Zuwendungsverfahren

> Kontakt


 

Neuer Treffpunkt im Ortskern:

Neubau Dorfheim mit Feuerwehrhaus und Schützenheim in Euernbach

 

Nach dem Abriss eines ehemaligen Gasthauses fehlte im Ortskern ein Treffpunkt. Um einen großen Hof ordnet der Neubau drei Gebäudeteile an. Das Gerätehaus der Feuerwehr, den Freisitz für die Dorfgemeinschaft und das Hauptgebäude, welches Küche, Gastraum, Schützenheim und Jugendraum beherbergt. Das barrierefrei ausgeführte Dorfgemeinschaftshaus ist mit Mitteln zur Sportförderung und zur Dorferneuerung gefördert. Der Gastraum im Erdgeschoss lässt sich über zwei Mobil-Wände erweitern bzw. teilen. Die große Glasfassade lässt bei geöffneten Türen Innen und Außen verschmelzen. Der Sportschießstand im Obergeschoss ist auf allen zehn Bahnen wettkampffähig. Den Sportschützen stehen zudem Umkleiden und Duschen zur Verfügung. Im Dachgeschoss findet die Dorfjugend eine neue Heimat. Dort ist Platz für Tischfußballturniere, Filmabende und sonstige Jugendveranstaltungen. Äußerlich fügt sich das Gebäude in den Ort ein. Feuerwehrhaus und Hauptgebäude sind weiß geputzt und rot gedeckt. Der Freisitz bringt als Bindeglied aus Holz allein über den Baustoff Natürlichkeit in das Objekt.

 

Die wichtigsten Projekt-Daten in Kürze:

  • Bruttogrundfläche: 500 m²
  • Bruttorauminhalt: 3566 m³
  • Energiestandard: nach DIN 4108 und EnEV 2016
  • Barrierefreiheit: DIN 18040-1 / DGUV
  • Fördermittel: ELER Programm Bayern 2014 – 2022 / Sportförderung Schützen
  • Planung: 2018 – 2019
  • Ausführung: 2019 – 2021

 

> Kontakt

 


 

Niederschlag-Abfluss-Modellierung

Praxisorientierte Forschung zu Verfahren für kleine Einzugsgebiete

 

Die Aufgabenstellung

Niederschlag-Abfluss-Modelle (N-A-Modelle) simulieren den Oberflächenabfluss für Regenereignisse in natürlichen Einzugsgebieten. Diese Berechnungen sind Grundlage für Überschwemmungssimulationen und Planungen von Schutzmaßnahmen. Dazu werden im Modell die charakteristischen Gebietseigenschaften wie Topografie, Landnutzung, Bodeneigenschaften und Besiedelung abgebildet. Zur Abschätzung von Hochwasserabflüssen können mit diesen Modellen Starkregenereignisse durch Eingabe von verschiedenen Niederschlagsmengen simuliert und der zeitliche Verlauf der Abflüsse berechnet werden.

 

Die Forschungsfrage

In der Hydrologie gibt es zahlreiche Verfahren zur Ermittlung von Abflussganglinien. Für kleine hydrologische Einzugsgebiete von unter 5 km² fehlen jedoch in der Regel Messdaten zum Abfluss. Simulierte Werte können in solchen Fällen nicht mit der Realität abgeglichen, Modelle nicht kalibriert werden. Zudem steht kein standardisiertes Vorgehen bzw. Berechnungsverfahren zur Ermittlung von Abflussganglinien zur Verfügung. Das erschwert die Planung von effektiven Schutzmaßnahmen. Daher lautet die Forschungsfrage: Welches Verfahren bringt für kleine Einzugsgebiete realistische Ergebnisse?

Schwankungsbereich des maximalen Abflusses Qmax für Ganglinien von unterschiedlichen Berechnungsverfahren in einem Einzugsgebiet

 

Modell-Abgleich mit echten Messdaten

Im Rahmen einer Bachelorarbeit bei WipflerPLAN mit dem Titel „Niederschlags-Abfluss-Modellierung des Kalkgrabens“ wurden verschiedene Ansätze zur Abschätzung von Hochwasserabflüssen verglichen. Möglich war der Vergleich, da für das untersuchte Einzugsgebiet vorhandene Messdaten zur Verfügung standen.

 

Poster-Session auf dem Tag der Hydrologie 2022 in Garching

 

Die wichtigste Erkenntnis aus dem Vergleich war, dass sich ein abgelaufenes, in etwas 100-jährliches Hochwasserereignis durch die NA-Modellierung sehr gut nachbilden lässt. Grundsätzlich ergeben sich aber für den simulierten Spitzenabfluss hohe Abweichungen durch die möglichen Kombination an angewendeten Verfahren und Parametern. Die Ergebnisse der Arbeit mündeten im Aufsatz „Niederschlags-Abfluss-Modellierung des Kalkgrabens – Vergleich verschiedener Ansätze zur Abschätzung von Hochwasserabflüssen für ein kleines Einzugsgebiet“, der im DWA-Forum für Hydrologie veröffentlicht wurde:

 

> DWA Publikation

 

WipflerPLAN am Tag der Hydrologie

Die Schwierigkeit der Verfahrenswahl bei N-A-Modellierungen kleiner Einzugsgebiete stand auch im März 2022 beim Tag der Hydrologie der Technischen Universität München (TUM) und der Ludwig-Maximilian-Universität (LMU) im Mittelpunkt. WipflerPLAN hat sich dort am Diskurs unter dem Motto „Im Wandel - Klima, Wasser und Gesellschaft. Prozesse –Methoden –Kommunikation“ beteiligt und die praktischen Anforderungen und Herausforderungen an die Abschätzung von Hochwasserabflüssen für Planungen auf kommunaler Ebene vorgestellt.

 

> Poster

 

Hochwasserabflüsse als Grundlage für kommunale Planungen

In der Praxis gewinnen N-A-Modellierungen kleiner Gebiete z.B. bei der Erschließung neuer Baugebiete zunehmend an Bedeutung. Im Bauleitplanverfahren wird in der Regel eine Gefährdungs- und Fließweganalyse mit zugehöriger Risikobeurteilung gemäß DWA-Merkblatt M 119 „Risikomanagement in der kommunalen Überflutungsvorsorge“ gefordert. Auswirkungen von Starkregenereignissen und wild abfließendem Wasser sind aufzuzeigen und Schutzmaßnahmen vorzuschlagen. Die entsprechenden Berechnungen und Nachweise erstellen bei WipflerPLAN die Hydrolog*innen im Team Wasserbau


 

WipflerPLAN als „Blühender Betrieb“ ausgezeichnet

Artenschutz auf dem Firmengelände

Auch der stellvertretende Landrat der Landkreises Pfaffenhofen, Karl Huber (rechts), kam zur Ehrung von WipflerPLAN-Geschäftsführerin Ursula Burkart und Christina Schubert, Teamleiterin Landschaftsarchitektur durch Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber (links) // Foto: Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz

 

Eine Auszeichnung für die naturnahe Gestaltung des Firmengeländes in der Hohenwarterstraße durften Geschäftsführerin Ursula Burkart und Christina Schubert (Teamleiterin Landschaftsarchitektur) aus den Händen von Staatsminister Thorsten Glauber entgegennehmen. Im Rahmen des „Blühpakts Bayern“ zeichnete das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz WipflerPLAN für seine insektenfreundlichen Freianlagen aus.

 

Firmenflächen naturnah gestaltet

Das WipflerPLAN Bürogelände in der Hohenwarterstraße in Pfaffenhofen/Ilm verfügt über großzügige Freiflächen, die durch das unternehmenseigene Team Landschaftsarchitektur naturnah gestaltet wurden. Blühwiesen, Stauden, Blühsträucher und Bäume aber auch begrünte Dächer bieten hier wertvolle Lebensräume und wichtige Rückzugsmöglichkeiten für Insekten und weitere heimische Tiere.

 

Dieses Engagement für die Umwelt wurde nun vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz mit dem Prädikat „Blühender Betrieb“ gewürdigt “ Wir freuen uns sehr über die Auszeichnung“, so Ursula Burkart am Rande der Feierstunde am 26. Oktober. „Gleichzeitig ist er uns Ansporn, in unseren Projekten weiter für die naturnahe Ausgestaltung von Grünflächen zu werben.“

 

Besondere insektenfreundliche Maßnahmen

68 % der Freiflächen unseres Firmengeländes - u.a. auch intensiv begrünte Dachflächen - sind naturnah gestaltet. Die differenzierte Planung der Blühaspekte v.a. durch Stauden- und Strauchflächen bietet ein ganzjähriges Nahrungsangebot für Insekten. Teichfläche, Gabionen und berankte Steinmauern eröffnen unterschiedliche Lebensraumstrukturen, Rohbodenstellen innerhalb der Pflanzflächen geben Wildbienen Nistmöglichkeiten und großzügige Mischwaldflächen beherbergen in Baumhöhlen Vögel und Fledermäuse. Bei den Pflegemaßnahmen achten wir auch auf Insektenfreundlichkeit: Die zentrale Grünfläche wird nur ein- bis zweimal pro Jahr mit wechselndem Bracheanteil gemäht. Das Mahdgut wird anschließend vollständig entfernt. Sämtliche Staudenflächen verbleiben im Winter ohne Mahd und bieten so zahlreiche Nahrungs-, Fortpflanzungs- und Überwinterungsstätten für Insekten. Die Beleuchtung des Firmengeländes mit präziser Lichtlenkung schafft insektenfreundliches, warmweißes Licht nach einem differenzierten Beleuchtungskonzept.

 

Als Planungsbüro für regionale Umweltgestaltung und Infrastrukturentwicklung sollen die firmeneigenen Freiflächen den hohen Stellenwert von Natur- und Artenschutz widerspiegeln, wie er auch in unseren Projekten umgesetzt wird.

 

Bericht des Staatsministeriums
Bericht des Landkreises Pfaffenhofen

 


 

Doppelspitze für die Infrastrukturentwicklung

Christian Zientek und Reinhard Bauer übernehmen bei WipflerPLAN die Leitung der Niederlassung Pfaffenhofen

Geschäftsführer Wilhelm Wipfler (mitte) und seine zwei starken Säulen in Pfaffenhofen: die Infrastruktur-Profis Christian Zientek (links) und Reinhard Bauer (rechts) / Foto: Franz Wagner

 

Seit 60 Jahren entwickelt das traditionsreiche Familienunternehmen WipflerPLAN als regionaler Umweltgestalter und Infrastrukturentwickler gesamtheitliche, nachhaltige Lösungen für die baulichen Lebensräume. Seit zwei Generationen ist die Verbindung von Planung und Bauausführung das Herzstück des Qualitätsversprechens. Beide Kompetenzen von Anfang an zusammen denken – das war die Intention zur Bildung der neuen Doppelspitze in der Niederlassung Pfaffenhofen.

 

Projekt-Qualität fest auf zwei Säulen verankert

 

Geschäftsführer Wilhelm Wipfler, der die größte der fünf bayrischen Niederlassungen bisher selbst geleitet hat, übergibt den symbolischen Staffelstab an zwei Routiniers mit eigenen Wissensschwerpunkten: Der bislang stellvertretende Niederlassungsleiter Reinhard Bauer ist seit zwei Jahren für die Infrastruktur- und Erschließungsplanung verantwortlich. Christian Zientek, seit über 25 Jahren bei WipflerPLAN, führt das Team Bauleitung. Beide kennen die Unternehmensprozesse sehr genau und stehen den Kunden in allen Fällen als Ansprechpartner zur Verfügung. „Unser hoher Qualitätsanspruch umfasst alle Projektphasen. Deswegen legen wir viel Wert darauf, dass auf den Baustellen das realisiert wird, was wir geplant haben. Die Doppelspitze verzahnt von Anfang an die Expertisen beider Projektphasen.“, so Wilhelm Wipfler. Die beiden Niederlassungsleiter verschaffen dem Geschäftsführer mehr Luft, um sich noch stärker auf unternehmerische Ziele wie die fachliche Wissensvernetzung zwischen den Niederlassungen zu konzentrieren.

 


 

 


 

Regionale Umweltgestaltung
Trennstrich unten